
15. Septemer 2007 Hannover gegen Nazis
Hannover antwortet: Fest für Demokratie (Offizieller Text der Stadt Hannover, gekürzt)
Die Augen des Landes waren am Sonnabend auf Hannover gerichtet: Wie geht die niedersächsische Landeshauptstadt mit den Rechtsradikalen um – wie reagiert sie auf den Wahlkampfauftakt der NPD zur Niedersachsen-Wahl 2008 im Hannover Congress Centrum? Die Antwort war friedlich, aber eindeutig. Über den Tag demonstrierten mehr als 20.000 Menschen in Hannover gegen Rechts.
„Heute bin ich richtig stolz auf meine Stadt. Heute Morgen haben wir politisch gezeigt, dass wir gegen die ewiggestrigen Rechtsradikalen sind und dass die NPD nichts in Hannover zu suchen hat. Und heute Nachmittag zeigen wir das wahre Hannover mit dem Fest für Demokratie.“ Diese Bilanz zog Oberbürgermeister Stephan Weil nach politischen Kundgebungen auf dem Opernplatz, vor dem Hannover Congress Centrum und schließlich während des interkulturellen Festes vor dem Neuen Rathaus auf dem Trammplatz.
Rund 40 Organisationen, Vereine und Verbände präsentierten sich dort mit einem internationalen Familienfest, Kultur, Unterhaltung und Spaß: die Kinderstars Ernie und Bert waren dabei, die Hannover-Rocker Fury in the Slaughterhouse („Wir alle müssen gegen Rechts aufstehen“), Hip-Hop-Rapper Spaxx, die WM-Nostalgiker Groove Kickers, Tierra mit einem spanischen Flamenco-Feuerwerk und die Jazz Club All Stars. Sie alle traten solidarisch gegen Rechts ohne Gage auf. Entertainer Desimo führte durch einen bunten Nachmittag und verblüffte mit Zaubertricks. Hannovers Ratsfraktionen hatten ihre Stände aufgebaut und standen für Gespräche bereit, Gewerkschaften, kirchliche Organisationen, Wohlfahrtsverbände und Amnesty waren gekommen, die Deutsch-Isrealische Gesellschaft, türkische, afrikanische und vietnamesische VertreterInnen und natürlich Tausende HannoveranerInnen – über den Tag rund 15.000.
Fotos Stadt Hannover, privat & Bitsch




